Pressemitteilung

Eine Idee bleibt jung: Volkswagen Leasing GmbH wird 50 Jahre alt

  • Verdopplung der Neuzugänge beim Privatleasing gegenüber 2015
  • Prognose: Telematik wird Leasing weiter flexibilisieren
  • Prof. Dr. Carl Hahn „importierte“ Automobil-Leasing aus den USA
  • Full-Service-Leasing als volkswirtschaftlicher Wachstumstreiber
Braunschweig, 18. Oktober 2016. Heute vor 50 Jahren startete die Volkswagen Leasing GmbH als erste automobile Leasinggesellschaft in Deutschland ihr Geschäft. Im Verlauf der Jahrzehnte entwickelte sich das Unternehmen vom Newcomer zum Leasing- und Mobilitätspionier. Mittlerweile ist die Volkswagen Leasing GmbH mit einem Vertragsbestand von mehr als 1,2 Mio. Fahrzeugen die größte automobile Leasinggesellschaft in Europa. Weltweit haben die Volkswagen Finanzdienstleistungen rund 2,7 Mio. Leasingverträge im Bestand. „Das Leasinggeschäft im Volkswagen Konzern ist eine echte Erfolgsgeschichte“, sagt Gerhard Künne, Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Leasing GmbH, „das uralte Leasing-Prinzip ‚Nutzen statt Besitzen‘ ist aktueller denn je. Mobilität wird immer eine Nachfrage haben – sowohl für Privatkunden als auch für Unternehmen.“

Während in den Anfängen insbesondere gewerbliche Kunden im Mittelpunkt der Volkswagen Leasing GmbH standen, fiel der Blick in den letzten Jahren insbesondere auf die einfache Abwicklung der Leasingverträge und auf Privatkunden. So entstand 2011 die LeasingRücknahme Online mit einem von der Dekra zertifizierten Rückgabeprozess. Gemeinsam mit dem Schadenkatalog wird damit die Rücknahme des Leasingfahrzeugs für Händler und Kunden transparenter. 2015 folgte dann die große Privatkunden-Leasingoffensive. Im Zuge dessen wurde unter anderem der RückgabeschutzPlus eingeführt, der Privatleasingkunden mit Fahrzeugen der Marken Volkswagen Pkw und Volkswagen Nutzfahrzeuge finanziell gegen die Abrechnung möglicher Schäden am Vertragsende absichert. Die Initiative zeigte Erfolg: So haben sich die Neuzugänge im Privatleasing bis Juni 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt.

„In Zukunft werden wir eine größere Flexibilisierung der heute bekannten Leasingmodelle erleben. Ein großer Treiber dafür werden Telematiklösungen sein. Durch sie werden wir bald die Möglichkeit haben, die Nutzung der Fahrzeuge in Echtzeit abzurechnen. Auch die Tankkosten werden in ein paar Jahren Bestandteil der Leasingrate sein. Spätestens dann können wir von einer wirklichen Mobilitätsrate reden“, prognostiziert Künne.

Das Ursprungsland des Leasings sind die USA. Die Idee diese Finanzierungsform auch für den Absatz der Fahrzeuge aus dem Volkswagen Konzern zu nutzen, hatte Prof. Dr. Carl Hahn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG von 1982 bis 1992. Während seines USA-Aufenthalts als Leiter der „Volkswagen Group of America“ (1959-1964) erkannte Hahn die strategische Bedeutung des Leasings für den Volkswagen Konzern in Deutschland. „In dieser Hinsicht waren die Amerikaner uns damals um einiges voraus. Zu dieser Zeit wurden in den USA bereits rund zehn Prozent der Fahrzeuge über Leasing vermarktet. Es gab also keinen Grund das Modell nicht auch in Deutschland auszuprobieren und unseren Kunden einen einfacheren Zugang zum neuen Auto zu verschaffen“, so Hahn. Am 18. Oktober 1966 wurde schließlich die Volkswagen Leasing GmbH gegründet.

Zunächst richteten sich die Leasingangebote an gewerbliche Kunden. Besonders für sie erwies sich die Freisetzung von Kapital als echter Vorteil. Plötzlich konnte das Geld nicht mehr in Fahrzeuge, sondern direkt in die Betriebsausstattung investiert werden, wo es sich zumeist besser verzinste. „Somit hatten wir schon damals eine große volkswirtschaftliche Bedeutung“, sagt Hahn. Zum Vergleich: Heutzutage ist die Leasing-Branche Deutschlands größter Investor und generierte zuletzt in 2015 ein jährliches Investitionsvolumen von 52,8 Mrd. Euro, so der Bundesverband Deutscher Leasingunternehmen e.V. (BDL). Eine besonders prominente Rolle kommt dabei dem Fahrzeugleasing zu. Der Anteil von Pkws und Nutzfahrzeugen am Leasing-Neugeschäft in 2015 betrug mehr als 70 Prozent.

Ab 1977 wurde das Leasing dann auch für Privatkunden geöffnet. 1982 schaffte die Volkswagen Leasing GmbH dann mit der Einführung des sogenannten Null-Leasings (Sonderzahlung + Leasingraten + kalkulierter Gebrauchtwagenwert = unverbindliche Fahrzeugpreisempfehlung) den großen Durchbruch für das Leasing im Privatkundenbereich. Statt erwarteter 6.000 wurden mehr als 12.000 Fahrzeuge ausgeliefert – auch dieser Schritt verhalf dem Leasingbestand bei der Volkswagen Leasing GmbH über die 100.000er-Marke.

Schon früh legte die Volkswagen Leasing GmbH ihren Fokus auf das Full-Service-Leasing. Ziel war es, dem Kunden ein Rundum-Sorglos-Paket anzubieten, das alle weiteren anfallenden Kosten während der Fahrzeugnutzung abdecken sollte. 1975 konnten Kunden erstmals Wartung- und Verschleißreparaturen, Kfz-Versicherungen sowie einen Steuer- und Verkehrsrechtschutz in den Leasingvertrag integrieren. Wenig später folgte der Reifenersatz. 1983 kam die bargeldlose Abwicklung von Wartung und Reparatur auch in Teilen des Auslands hinzu. „Unser langjähriger Blick auf die Gesamtbetriebskosten eines Fahrzeugs ist einer unserer Erfolgsfaktoren“, sagt Künne, „heutzutage sind 75 Prozent unserer Leasingverträge mit ergänzenden Dienstleistungen ausgestattet.“
 
Information für die Redaktionen:

Die Volkswagen Finanzdienstleistungen sind ein Geschäftsbereich der Volkswagen AG (Konzern) und umfassen die Volkswagen Financial Services AG mit ihren Beteiligungsgesellschaften sowie die direkt oder indirekt der Volkswagen AG gehörenden Finanzdienstleistungsgesellschaften in den USA, Kanada, Argentinien und Spanien – mit Ausnahme der Marken Scania und Porsche sowie der Porsche Holding Salzburg. Die wesentlichen Geschäftsfelder umfassen dabei die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagementgeschäft sowie Mobilitätsangebote. Weltweit sind bei Volkswagen Finanzdienstleistungen 15.182 Mitarbeiter beschäftigt – davon 6.513 allein in Deutschland. Die Volkswagen Finanzdienstleistungen weisen eine Bilanzsumme von rund 157,9 Milliarden Euro, ein operatives Ergebnis von 1,9 Milliarden Euro und einen Bestand von rund 16,6 Millionen Verträgen aus (Stand: 31.12.2015).

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