Einfacher parken

Die Volkswagen Financial Services AG bietet mit „Travi-
Pay“ und „PayByPhone“ digitale Park-Lösungen an, die
dabei helfen, das Mobilitätserlebnis zu verbessern.

Die Parkplatzsuche in der Stadt ist für die meisten Menschen ein Ärgernis. Sie ist zeitaufwendig, umständlich und umweltbelastend. Würde es gelingen, sie effizienter zu gestalten, könnten laut einer Studie des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos jährlich bis zu 125 Millionen Liter Benzin, 78 Millionen Liter Diesel sowie 500.000 Tonnen des Treibhausgases CO2 eingespart werden. Allein in Deutschland wächst die Zahl der Fahrzeuge alljährlich um etwa eine Million – zudem steigen in den Städten die Einwohner- und Pendlerzahlen. Unglaubliche 560 Millionen Stunden verbringen die Autofahrer in Deutschland jedes Jahr damit, einen freien Parkplatz zu suchen. Dank Vernetzung und Automatisierung
ändert sich das aber.


Parkplatzsuche und -bezahlung per App

Gute und praktische digitale Parklösungen bietet die Volkswagen Financial Services AG an. „Jeder Mensch, der mit einem Auto unterwegs ist, weiß, dass Parken ein großer Pain-Point ist; Tanken gehört ebenfalls dazu. In Zukunft, mit der Weiterentwicklung der E-Mobilität, zudem auch das Thema Laden“, erzählt Ilker Durmaz, Mitarbeiter der Mobility Unit – Business Development Parking bei der VW FS AG. Gerade in den Ballungszentren Deutschlands und in mittelgroßen Städten ist Parken ein Problem. Grundsätzlich parkt der deutsche Bürger im Schnitt drei- bis viermal pro Monat auf der Straße oder in der Parkgarage. Eigentlich gibt es – im Vergleich zu asiatischen Ländern – genug Parkplätze, aber im Finden liegt die Schwierigkeit. Um diesen Vorgang zu erleichtern und Mobilität einfacher zu gestalten, bietet die VW FS AG digitale Parklösungen in Form von zwei Apps an. Victoria Mameli, Head of Parking, erläutert: „TraviPay wird von unserer Tochtergesellschaft Sunhill Technologies in Deutschland bereitgestellt. In England, Frankreich, Kanada, USA und der Schweiz sind wir mit PayByPhone erfolgreich aktiv. Die beiden Apps zeigen dem Kunden auf einer visualisierten Karte, wo Parkplätze vorhanden sind. Im nächsten Schritt, wenn der Parkplatz gesucht und gefunden wurde, kann damit auch digital bezahlt werden. Allerdings arbeiten wir darauf hin, dass angezeigt wird, wo ein konkreter Parkplatz frei ist oder wo die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, einen zu finden. Das ist eine Technologie, die heute noch nicht ganz ausgereift ist. Aber wir gehen voran, sind mit allen wichtigen Anbietern in Kontakt und werden dieses Element zukünftig integrieren.“

TraviPay®

• Kostenlose App
• Zeigt dem Nutzer mittels GPS den nächstgelegenen Parkplatz und automatisch die richtige Parkzone an
• Die Parkgebühr wird mit einem einfachen Handy-„Klick“ bezahlt
• Registrierung möglich – damit auch das Bezahlen per Lastschrift oder Kreditkarte
• Unkomplizierte Verlängerung der Parkzeit von unterwegs

Erfolgreicher Start in Braunschweig und Wolfsburg

Die Firma Sunhill Technologies, die seit 2015 mehrheitlich zur VW FS AG gehört, ist der Nr. 1-Park-Provider in Deutschland und arbeitet seit zehn Jahren  an diesem Thema. 120 Städte wurden in Deutschland bereits vom Unternehmen erschlossen, darunter auch Großstädte wie Berlin, Hamburg und Köln. In Braunschweig startete das „Handy-Parken“ mit bargeldloser Bezahlung der Parkgebühren per Smartphone vor gut einem Jahr. Sukzessive wurden die 135 städtischen Parkscheinautomaten mit Zusatzschildern und Aufklebern ausgestattet, die auf die Möglichkeit des Handy-Parkens hinweisen. Die Nutzer
können ihren Parkschein bequem und registrierungsfrei per SMS oder über die App „TraviPay“ (kostenlos für iOS und Android) erwerben. Diese zeigt automatisch den aktuellen Standort samt dazugehörender Parkzone an. „Wir haben das Ziel, Braunschweig zu einer Smart City zu entwickeln und arbeiten deshalb mit der Volkswagen Financial Services AG im Rahmen der ‚Forschung und Entwicklung im Sektor smarte Mobilität und mobiles
Bezahlen‘ zusammen“, so Braunschweigs Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa. In beiden Anwendungsfällen erhalten die Nutzer eine Bestätigung über das  „Lösen“ eines digitalen Parkscheins. Die Bezahlung der Parkgebühren, zuzüglich der Servicegebühren in Höhe von 14 Prozent des Parktarifs und 0,14 Euro pro Parkvorgang, erfolgt ohne Voranmeldung über die Mobilfunkrechnung. Optional ist nach entsprechender Registrierung die Bezahlung per Kreditkarte  oder Bankeinzug möglich, dann werden die Servicegebühren halbiert. Zehn Minuten vor Ende der Parkzeit wird automatisch eine Erinnerung an das Smartphone gesendet, sodass mobil bis zum Erreichen der Höchstparkdauer entsprechend nachgelöst werden kann. Aufgrund internetfähiger mobiler Datenerfassungsgeräte kann die städtische Verkehrsüberwachung durch die Eingabe des Kfz-Kennzeichens nachvollziehen, ob die Parkgebühren entrichtet worden sind. Mit der Zusatzfunktion „Zurück zum Auto“ kann sich der Nutzer wieder zum Fahrzeug navigieren lassen. Auch in Wolfsburg ist das smarte Parken per App seit dem 1. September 2016 möglich. Weitere Städte in der Region sind Helmstedt, Peine, Gifhorn, Salzgitter und Goslar.

Weitere Expansion im Jahr 2018

Weitere Städte sollen schnellstmöglich erschlossen werden, doch dazu muss nicht nur der Bekanntheitsgrad von „TraviPay“ steigen, sondern grundsätzlich auch die Bereitschaft der Deutschen zum „Smart Parking“. „Der Deutsche ist noch immer der klassische Barzahler. Wir haben uns hier sicher gleich zu Anfang einen der schwierigsten Märkte für das Geschäftsfeld ausgewählt. Die Infrastruktur ist zwar da, aber das Nutzerverhalten noch nicht ausreichend vorhanden. Wenn man wirklich gut ist, kommt man auf 25 Prozent der Parkvorgänge, die über die App abgewickelt werden. Das stellt sich in anderen Ländern ganz anders da“, erklärt Ilker Durmaz. Dennoch ist er positiv gestimmt, dass es auch zukünftig in diesem Geschäftsfeld weiter vorangeht: „Fast 70 Millionen Transaktionen laufen mit über zwölf Millionen Kunden mittlerweile weltweit mit TraviPay und PayByPhone. Wir werden im
Jahr 2018 nicht nur geografisch, sondern auch bei den Nutzerzahlen expandieren.“ Parken wird bei Volkswagen Financial Services aber noch weitreichender betrachtet und bietet viele Möglichkeiten zur Ausweitung des Geschäftsfeldes. Dazu gehören neue Zusatzfunktionen wie Reservierung von Parkplätzen, aber auch Integration in die Konzernfahrzeuge, um Parken in Zukunft noch angenehmer zu gestalten. Auch das Thema autonomes Parken im Parkhaus wird heute bereits gemeinsam mit der technischen Entwicklung des Konzerns vorangetrieben. Parken ist allerdings auch
für weitere Zielgruppen relevant. Aus diesem Grund werden auch Lösungen für LKW-Parken und Flottenangebote entwickelt.

Auf Wachstumskurs

Seit 2015 gehört Sunhill Technologies mehrheitlich der Volkswagen Financial Services AG. Sunhill entwickelt Lösungen für das digitale Bezahlen per Handy und Smartphone. Mit „TraviPay“ können Nutzer den Parkschein per SMS oder Smartphone-App buchen und bezahlen – überall dort, wo
die Parkraumbewirtschaftung über städtische Automaten erfolgt. Der Payment-Spezialist deckt 39,5 Prozent des deutschen Marktes für
gebührenpflichtige Onstreet-Parkplätze ab, die digital bezahlt werden können – und ist damit Marktführer. Unterstützt von VW FS hat sich die Abdeckung
von Sunhill kontinuierlich erweitert – auch in der Metropolregion Braunschweig. Neben Braunschweig, Wolfsburg, Helmstedt und Peine kann der Service auch in Gifhorn und Hildesheim genutzt werden.